Atos und der neue Gotthard-Basistunnel

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CEP Kommandoraum Gotthard Basistunnel

Atos und der neue Gotthard-Basistunnel

Bei der Fertigstellung des heute eröffneten Gotthard-Basistunnel spielte Atos eine wichtige Rolle und hat unter anderem die IT Infrastruktur für die Tunnelleittechnik und das Sicherheitsfunksystem implementiert.

Zürich, 01. Juni 2016

Der neue Gotthard-Basistunnel ist eröffnet, und ab Dezember 2016 werden Hochgeschwindigkeitszüge mit bis zu 250 Stundenkilometern durch den Tunnel donnern. Für die Sicherheit bei derart hohen Geschwindigkeiten unter dem 2‘500 Meter hohen Gotthard-Massiv sorgen zwei Kontrollzentren, wofür Atos als international führender Anbieter von IT-Services die IT-Infrastruktur, IT-Security und IT-Applikationen lieferte. Die IT-Infrastruktur erlaubt mit über 50'000 Datenpunkten die Steuerung und Überwachung des Tunnels. Die Kontrolleinrichtungen überwachen beispielsweise den Fahrstrom, die Beleuchtung, das Klima und den Tunnelfunk.

 

Seit 2015 sind beide Tunnelröhren zudem mit dem landesweiten Mobilfunknetz für die Sicherheitsorganisationen der Schweiz (Polycom) ausgestattet. Dabei handelt es sich um das nationale Funksystem der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit (BORS). Sollte es je zu einem technischen Defekt an einem Zug oder einem Brand im Tunnel kommen, lassen sich über Polycom alle Arbeiten der Sicherheits- und Rettungsdienste von den Einsatzzentralen in den Kantonen Uri und Tessin aus koordinieren.

 

Polycom ermöglicht den Funkkontakt zwischen Grenzwacht, Polizei, Feuerwehr, sanitätsdienstlichen Rettungswesen, Zivilschutz und unterstützenden Verbände der Armee. Polycom basiert auf Tetrapol, einer digitalen Mobilfunk-Technologie, die speziell die Bedürfnisse der Sicherheits- und Rettungsorganisationen wie Zuverlässigkeit, Überlastungs- und Abhörsicherheit abdeckt. Als Hauptauftragnehmer des Polcyom-Projekts war Atos schweizweit für die Installation und Inbetriebnahme des Tetrapol-Systems verantwortlich.

 

Fertigstellung drei Monate vor vereinbartem Termin

Auch zur schnellstmöglichen Realisierung des Bauvorhabens trug Atos seinen Teil bei. Siemens Schweiz hatte im April 2012 Atos mit der Lieferung eines zusätzlichen Rechenzentrums bis spätestens März 2013 beauftragt. Insgesamt sind zwei redundante Datacenter, je am Nord- und am Südportal vorhanden. Die Anlage beinhaltete virtuelle Serverumgebungen, Active Directory und Print Service, File- und Storage-Systeme, Oracle Datenbanken (RAC-Cluster), Softwareverteilung, IT-Security inklusive Remote-Access, sowie eine Monitoring- und Reporting-Applikation. Es konnten alle Meilensteine termingerecht eingehalten werden und Atos lieferte die Anlage für die Tunnelleittechnik und Einsatzzentrale bereits Ende 2012 – drei Monate vor Vertragstermin. Dieser Zeitgewinn resultierte darin, dass der Partner Siemens die Weiterentwicklung seiner Applikationen zur Tunnelüberwachung und Einsatzleitzentrale früher beginnen konnte.

 

Gotthard-Basistunnel

Europa rückt näher zusammen. Dank des am 1. Juni 2016 eröffneten Basistunnels wird sich die Reisezeit von Basel nach Mailand um über eine Stunde – auf neu zwei Stunden und 40 Minuten – verkürzen. So können Passagiere und Güter schneller und somit auch wirtschaftlicher transportiert werden. Der neue Gotthard-Basistunnel ist mit seinen 57 Kilometern Länge der längste Eisenbahntunnel der Welt. Insgesamt wurden mit allen Quer- und Verbindungsstollen 153,5 Kilometer Tunnelstrecke angelegt. Bauherrin war die AlpTransit Gotthard AG (ATG).

 

Künftig sollen im Güterverkehr mehr und schwerere Züge in kürzerer Zeit die Alpen durchqueren können. Dadurch soll nicht nur der zeitweilig überlastete Gotthard-Strassentunnel, sondern die gesamte Nord-Süd-Achse vom stark wachsenden Schwerverkehr entlastet werden. Dadurch wird, wie in der 1994 angenommenen Alpeninitiative festgehalten, der Schwerverkehr zunehmend auf die Schiene verlagert.

 

Polycom

Sollte es zu einem technischen Defekt an einem Zug oder einem Brand im Tunnel kommen, lassen sich über Polycom die Arbeiten der Sicherheits- und Rettungsdienste koordinieren. Polycom ist das nationale Funksystem der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit (BORS), das in der Schweiz schrittweise aufgebaut wird. Es ermöglicht den Funkkontakt zwischen Grenzwacht, Polizei, Feuerwehr, sanitätsdienstlichen Rettungswesen, Zivilschutz und unterstützenden Verbände der Armee. Ziel des Projekts ist es, dass sämtliche BORS des Bundes, der Kantone und der Gemeinden über eine einheitliche und homogene Infrastruktur Funkgespräche sowie Daten übertragen können. Polycom eignet sich sowohl für Sprech- als auch für Datenfunk. Die Funkkommunikation erfolgt grundsätzlich verschlüsselt. Anstatt eines im Vornherein fest zugeteilten Funkkanals für jeden Benutzer sucht das System bei jeder neuen Verbindungsaufnahme eine freie Frequenz. Damit werden die Funkkapazitäten optimal ausgeschöpft.

 

Weitere Informationen zu Polycom gibt es hier

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Reiner Höfinger
Pressesprecher
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