Digitale Relevanz – die digitale Denkweise in Unternehmen fördern

 

 

 

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Revolution im Rechenzentrum: Wegbereiter für das Wachstum

von Guy Lidbetter, CTO für Atos Global Managed Services

 

Das Software-Defined Data Center (SDDC) wird das Erscheinungsbild der Unternehmens-IT verändern, denn es bietet zu günstigeren Preisen eine vollkommen neue Skalierbarkeit und Flexibilität.

 

Für viele CIOs fühlt sich das wie Ostern und Weihnachten gleichzeitig an. Früher haben wir alles über die Vorteile der x86 Servervirtualisierung gelernt, zur Beschleunigung der Serverbereitstellung und für eine erhöhte Hardware-Auslastung. SDDC ermöglicht eine Virtualisierung auf allen Infrastrukturebenen: Datenverarbeitung, Speicher, Netzwerke und Sicherheit. Aber vor allem kann die Steuerung mit hoch entwickelten APIs von der Hardware abgezogen und in die Software-Ebene verlagert werden, wodurch die Infrastruktur als dynamischer On-Demand-Service bereitgestellt werden kann.

 

Die Speicher- und Netzwerkvirtualisierung liefert ähnliche Vorteile wie die Server-Virtualisierung. Durch die Bündelung von Infrastrukturressourcen und die zentralisierte Steuerung können Services schneller bereitgestellt werden. So entsteht eine dynamische Infrastruktur, die es Unternehmen erlaubt, auf geschäftliche Anforderungen und Marktchancen zu reagieren. Selbstverständlich gibt es auch noch physische Server, Disketten, Router und Schalter als Grundgerüst, aber es muss nicht mehr in die physische Infrastruktur eingegriffen werden, um virtuelle Workloads bereitzustellen oder zu verwalten, außer um sicherzustellen, dass genügend physische Kapazitäten für den Verbrauch dieser Workloads verfügbar sind.

 

Aber was bedeutet dies in der Praxis? Die Infrastruktur für eine herkömmliche Anwendungsumgebung umfasst physische Server, die jeweils mit einem Betriebssystem und Anwendungssoftware ausgestattet sind (DB, Webserver, Anwendungsserver etc.), sowie über Speicherkapazität und Konnektivität verfügen. Außerdem beinhaltet die Infrastruktur Firewalls und Load Balancer für Sicherheit und Leistung, eine Netzwerkanbindung an die Rechenzentren um alle miteinander zu verbinden sowie eine externe Internetverbindung für den Kontakt der Anwendung zur Außenwelt. All diese Posten müssten normalerweise einzeln konfiguriert werden, meist von verschiedenen Personen, zu unterschiedlichen Zeiten und mit verschiedenen Übergabepositionen. Somit würde der gesamte Vorgang Stunden, Tage oder sogar Wochen in Anspruch nehmen. Veränderungen vorzunehmen  wäre ein heikles Unterfangen, denn es müsste sichergestellt werden, dass kein Glied in der Kette beschädigt würde bei der Bereitstellung der Anwendung für den Endnutzer.

 

Im Software Defined Data Center können alle zur Nutzung einer bestimmten Anwendung notwendigen Infrastrukturelemente in einem eigenständigen Plan vordefiniert und vorkonfiguriert werden. Dieser kann dann über eine einzige Managementkonsole automatisch eingesetzt werden. Die Fähigkeit zur einfachen Automatisierung ist eine zentrale Eigenschaft des SDDC-Ansatzes, mit dem das Konzept der "verschlüsselten Infrastruktur" verwirklicht werden kann.

 

Große Dimensionen

Das SDDC bietet, neben höherem Tempo und besserer Qualität, neue Möglichkeiten des linearen Scale-outs. Eine wichtige Überlegung, denn die IT dehnt ihre Aufgabenbereiche als Wegbereiter in fast alle Unternehmensbereiche aus. Der Standardserver, Speicher und die Netzwerkausrüstung, auf denen das SDDC eingerichtet wird, können ganz einfach horizontal skaliert und zum Kapazitätspool hinzugefügt werden, so dass für eine Anwendung erforderliche Ressourcen automatisch mithilfe der Infrastruktur-Automatisierungstools bereitgestellt werden können. Mit dem weiter ansteigenden IT-Konsum nimmt auch der Degressionseffekt zu und es wird gang und gäbe sein, dass ein einziges Mitglied des IT-Teams hunderte, wenn nicht sogar tausende Geräte (Server, Speicher und Netzwerk) von einer einzigen Konsole aus steuert.  Das IT-Management wird sich nicht mehr mit einzelnen Servern oder Knotenpunkten befassen, sondern die gesamten Cluster-Racks als Basis der physischen Bausteine des Rechenzentrums betrachten, die ein komplettes neues Rechenzentrum mit nur wenigen Mausklicks bereitstellen.

 

IT zugänglich machen

Effizienz und Schnelligkeit sind nicht die einzigen Vorteile. Das SDDC reduziert die gesamten Rechenzentrumskosten, denn hoch entwickelte und oftmals funktionsspezifische Hardware wird durch Geräte in Standard- oder sogar White-Box-Ausführung ersetzt. Natürlich gibt es weder eigens entwickelte noch Open-Source-Software umsonst, aber dank Degressionsgewinn und Automatisierung sind Betriebskosteneinsparungen möglich. Ein SDDC ist ein klarer Schritt in Richtung IT-as-a-Service und ermöglicht es Unternehmen, die erforderlichen Ressourcen dann zu nutzen, wenn sie diese benötigen - nicht mehr und nicht weniger.

Guy Lidbetter

Guy Lidbetter verfügt über mehr als 25 Jahren Erfahrung in der IT-Indutrie. Er ist bei Atos Global Managed Services verantwortlich für die Technik- und Innovationsstrategie im Bereich IT-Infrastruktur. Hier befasst er sich neben den herkömmlichen IT-Outsourcing-Dienstleistungen zunehmend mit cloudbasierten IT-Outsourcing-Dienstleistungen.

 

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