Das Jahrhundert der Daten

 

 

 

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Helix Nebula: eine kurze Einführung in die europäische Science Cloud

Von Michael Symonds, Principal Solutions Architect bei Atos

 

Was verbindet DNA-Sequenzierung, Vulkanausbrüche und die Suche nach dem Higgs-Boson-Partikel?

 

 

Abgesehen davon, dass alle drei mit modernster Wissenschaft erforscht werden, benötigen sie auch enorme Rechnerkapazitäten, um die gewaltigen Mengen an anfallenden Forschungsdaten bearbeiten und speichern zu können.

 

Wie zahlreiche kommerzielle Betriebe wollen auch viele Organisationen in der wissenschaftlichen Forschung Vorteile des Cloud Computing für sich nutzen. Allerdings fehlte den Wissenschaftlern bisher eine Plattform, die ihren Bedürfnissen wirklich gerecht wurde, denn die Forschungsgemeinschaft braucht enorme Rechnerkapazitäten und Kompatibilität mit den jeweiligen Umgebungen unter Berücksichtigung des für alle EU-Mitgliedstaaten erforderlichen hohen Datenschutzniveaus.

Der wissenschaftliche Bedarf

Die Helix Nebula Plattform ist aus diesem Bedarf entstanden. Bekannt als „Science Cloud“ ist sie ein partnerschaftliches Projekt führender IT-Anbieter, einschließlich Atos mit seiner Atos Cloud, Canopy, CloudSigma und T-Systems, und einiger der größten europäischen Forschungszentren: der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN), dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

 

Die Helix Nebula ist nach dem planetarischen Nebel benannt, der unserer Galaxie am nächsten ist. Sie bietet einen Marktplatz, auf dem sich Europas wissenschaftliche Gemeinde die benötigte Cloud-basierte Infrastruktur und Anwendungen aussuchen kann. Die Forschungsorganisationen können zudem sicher sein, dass alle erworbenen Dienstleistungen den strengen Datenschutzauflagen der EU entsprechen. Helix Nebula ist eine offene Plattform; Benutzer behalten die völlige Kontrolle über ihre Daten und, noch wichtiger, ihr geistiges Eigentum.

Die Erfüllung aller Anwenderbedürfnisse

Wissenschaftler haben unterschiedliche Anforderungen an hochleistungsfähige Rechner, die sie mit Cloud-Ressourcen abdecken wollen. Das CERN konzentriert sich zum Beispiel auf Experimente zum Großen Hadronen-Speicherring und benötigt enorme Rechnerkapazitäten, um die anfallenden Datenmengen zu bewältigen. Das EMBL hingegen wird die Plattform für die notwendige Verarbeitung von Daten bei der Aufzeichnung und Untersuchung von DNA verwenden, während die ESA eine Plattform zur Erdbeobachtung erstellt, um vulkanische und seismische Aktivität zum besseren Verständnis von Georisikofaktoren zu erforschen.

 

Obwohl Helix Nebula ursprünglich auf die Bedürfnisse der großen Wissenschaftsgesellschaften ausgerichtet war, wird der neue Marktplatz später auch Organisationen außerhalb der Forschungsgemeinschaft zugänglich gemacht werden. So wird Helix Nebula eine einzigartige Ressource für Regierungen und Unternehmen sein, die hochleistungsfähige Rechnerkapazitäten innerhalb der EU benötigen, und sie wird sogar Bürgern den Einblick in interessante Dateien ermöglichen.

Michael Symonds

Michael Symonds ist Principal Solutions Architect bei Atos und lebt in den Niederlanden. Er arbeitet seit über 30 Jahren in der IT-Branche und hat eine Reihe verschiedener Positionen als Techniker, im Marketing, in allgemeinen Führungsaufgaben und in der Beratung bekleidet. Sein besonderes Augenmerk galt dabei immer der laufenden Betreuung von IT-Infrastrukturdiensten und ihrer Entwicklung.

Den größten Teil seiner Zeit verbringt er neuerdings mit der Scientific Community und der Entwicklung von Helix Nebula, einer neuen europäischen Initiative zur Bereitstellung gebündelter Cloud-Dienste für öffentliche Organisationen.

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