Die Science Cloud: Helix Nebula in Aktion

 

 

 

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Die Science Cloud: Helix Nebula in Aktion

von Michael Symonds, Principal Solutions Architect bei Atos

 

Es sollte keine Überraschung sein, dass bahnbrechende Wissenschaft modernste Technologie benötigt. Bis vor kurzem konnten allerdings in Europa die privatwirtschaftlichen Angebote die hohen Datenschutzstandards und die enorme Nachfrage nach Datenverarbeitung für Forschungsprojekte der führenden europäischen Unternehmen nicht erfüllen.

 

Auf Ersuchen der Forschungsgemeinschaft hat 2012 eine Anzahl führender IT-Anbieter, einschließlich Atos mit Canopy, mit der Entwicklung der Plattform Helix Nebula begonnen.

 

Helix Nebula ist als „Science Cloud“ bekannt und beinhaltet einen Marktplatz, auf dem wissenschaftliche Spitzeninstitutionen auf flexible Weise cloud-basierte Infrastruktur und Applikationen nutzen können, um ihre bahnbrechende Forschung auszuführen. Seit Mai 2014 ist der Marktplatz Helix Nebula auch für Privatunternehmen verfügbar und hat Kunden dazugewonnen.

 

Ich beschäftige mich bei Atos schon lange mit der Entwicklung der Plattform und stelle sicher, dass die ursprüngliche Vision des Projekts gewahrt wird. Atos hat von Anfang an eine führende Rolle bei Helix Nebula gespielt: bei der Mittelbeschaffung, bei der Suche nach Partnern zur Unterstützung des Projekts und bei der Bereitstellung der tragenden Infrastruktur auf Basis der HPC-Plattform in Teneriffa.

 

Aber wie genau wird Helix Nebula genutzt? Hier ist eine Momentaufnahme von einigen der interessantesten Projekte, die Lösungen in Partnerschaft mit der Science Cloud entwickeln...

 

DNA als Dienstleistung: die Evolution aller Organismen verstehen

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) steht an der Spitze der Technologien zur DNA-Sequenzierung der nächsten Generation, einem Forschungsbereich mit großer Bedeutung für die aktuelle biologische und medizinische Forschung. Ihr liegt die Auswertung riesiger Datensätze zugrunde. Die Bearbeitung dieser Informationen bedarf hochleistungsfähiger Computer und Infrastrukturen zur schnellen Datenspeicherung, Anschaffungen, die für viele Laboratorien eine Herausforderung darstellen.

 

Das EMBL arbeitet gegenwärtig mit Helix Nebula, um ein Portal für cloud-gestützte Analysen von großen und komplexen Genomen zu erstellen, das der gesamten Forschungsgemeinschaft auf Abruf zur Verfügung stehen wird. Damit erfüllt es seinen Auftrag, das Verständnis der Evolution und der biologischen Vielfalt aller Organismen zu verbessern.

 

Von Naturgewalten ausgehende Gefahren erforschen und Leben retten

Obwohl die Europäische Weltraumorganisation ESA vielleicht besser für ihre Vorstöße ins Weltall bekannt ist, arbeitet sie auch mit einer Reihe von Partnern zur Entwicklung einer Plattform zur Erdbeobachtung zusammen, deren Fokus auf vulkanischen und seismischen Aktivitäten liegt. Das Projekt ist allgemein bekannt unter der Bezeichnung „Geohazard Supersites“ und hat das Ziel, unser Wissen über die physischen Auswirkungen von Erdbeben und Vulkanausbrüchen, die Konsequenzen tektonischer Verschiebungen und die Erdoberflächendynamik zu verbessern. Das langfristige Ziel des Projekts besteht darin, Georisikofaktoren schneller zu erfassen, damit Leben gerettet werden können.

 

Helix Nebula bildet die Grundlage zum Austausch und zur Verbreitung der weltweiten Informationen, die aus den Satelliten von ESA hervorgehen. Die Plattform spielt eine Schlüsselrolle bei der Auswertung dieser Daten, aber auch bei ihrer Verknüpfung mit Informationen aus anderen Quellen.

 

Atome zertrümmern im CERN

Die Arbeit der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) mit dem Großen Hadronen-Speicherring ist bereits in die Geschichte eingegangen, vor allem mit der Entdeckung des Higgs-Boson-Partikels. Aber die Forscher arbeiten auch an einer Reihe anderer Experimente im Bereich der Teilchenphysik. Diese Experimente beleuchten die grundlegenden Kräfte, die unser Universum seit Anbeginn der Zeit prägen.

 

Der reine Datenumfang, der sich aus jeder Teilchenkollision ergibt, führt dazu, dass das CERN einen fast beispiellosen Grad an Rechnerkapazität zur Sammlung, Speicherung und Auswertung der Ergebnisse benötigt. Die wissenschaftliche Gemeinschaft wird direkt von der Nutzung von Helix Nebula profitieren, da Helix Nebula den Teams auf Abruf zusätzliche IT-Ressourcen zur Verfügung stellt. Da die Organisation nicht auf den Ausbau der physischen Infrastruktur warten muss, wird damit die Vorbereitungszeit für Experimente verkürzt.

Lesen Sie auch die Einführung, in der Michael Symmonds von der Entstehung des Helix Nebula Projektes berichtet.

Michael Symmonds

Michael Symonds ist Principal Solutions Architect bei Atos und lebt in den Niederlanden. Er arbeitet seit über 30 Jahren in der IT-Branche und hat eine Reihe verschiedener Positionen als Techniker, im Marketing, in allgemeinen Führungsaufgaben und in der Beratung bekleidet. Sein besonderes Augenmerk galt dabei immer der laufenden Betreuung von IT-Infrastrukturdiensten und ihrer Entwicklung.

Den größten Teil seiner Zeit verbringt er neuerdings mit der Scientific Community und der Entwicklung von Helix Nebula, einer neuen europäischen Initiative zur Bereitstellung gebündelter Cloud-Dienste für öffentliche Organisationen.

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