Digitale Relevanz – die digitale Denkweise in Unternehmen fördern

 

 

 

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Die Zukunft der IT: Vorbereitung auf das digitale Rechenzentrum

von Guy Lidbetter, CTO für Atos Global Managed Services

 

Es zeichnet sich ab, dass das Software Defined Data Center (SDDC) de facto Teil der Mainstream-IT-Organisation werden wird.  

 

Es steht nicht nur für Umbrüche in der Technologie, die zur Bereitstellung von IT-Infrastruktur verwendet wird, sondern hat auch Auswirkungen auf betrieblicher und personeller Ebene.

 

Durch die Virtualisierung aller Ebenen des Technologie-Stacks (Datenverarbeitung, Netzwerke und Speicherung) wird die Steuerung in die Software-Ebene verlagert, wodurch eine weitaus umfassendere Automatisierung der genutzten technischen Ressourcen erzielt wird, und dies in der Regel ohne menschliches Eingreifen. Das bedeutet, dass man sich von der grundlegenden Bereitstellung und von Wartungsaufgaben entfernt und stattdessen strategischeren Aktivitäten widmet, wie der Ausgestaltung und Anwendung von Automatisierungskonzepten zur Steuerung des Rechenzentrums.

 

So weit, so gut. Aber wie kann dies auch tatsächlich erreicht werden? Wie sieht die IT-Abteilung der Zukunft aus?

 

Abschied von Silos

Die üblichen Grenzen zwischen den bisherigen physischen Infrastrukturbereichen verschwimmen. Ein Service wird nicht mehr als eigenständiges Server-, Speicher-, Netzwerk- oder Sicherheitselement genutzt, sondern als Software-basierter End-to-End-Service, der notwendig ist, um die erforderliche Infrastruktur für eine bestimmte Anwendung bereitzustellen. Unternehmen mit verschiedenen Teams für Datenverarbeitung, Netzwerke und Sicherheit sowie Speicher standen immer vor der Herausforderung, einen reibungslosen Ablauf bei der Bereitstellung von End-to-End-Infrastruktur zu ermöglichen. Dabei agierten sie oftmals unabhängig voneinander und nicht immer, einige dürften sogar behaupten "niemals", mit gemeinsamen Zielen. Dieser isolierte Ansatz fördert zwar Best-Practice-Prozesse und Optimierungen in den einzelnen Bereichen, verzögert jedoch End-to-End-IT-Prozesse. Das SDDC stellt die Argumente eines IT-Teams für die Arbeit in isolierten Silos in Frage, wo jeder seine Aufgaben eigenständig erledigt. Aussagen nach dem Motto "Der Server wurde geliefert und ist jetzt angeschlossen, rufe den Netzwerk-Typen an und sag dem Mädel von der Speicherabteilung, dass wir sie am nächsten Dienstag brauchen" wird es nicht mehr geben.

 

Ein SDDC und die Abschaffung solcher Silos bedeuten nicht, dass überhaupt keine Fachkompetenz mehr erforderlich ist. Zwar ermöglicht ein SDDC eine abgespeckte IT-Struktur, in der alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Für die einzelnen Bereiche des Rechenzentrums wird man jedoch immer Spezialisten benötigen. Die Rollen mögen sich verändern, aber sie bleiben weiterhin bestehen. Die neue Aufgabe besteht in der Erstellung von Konzepten und Rahmenbedingungen, damit die gesamte Anwendungsinfrastruktur von einer einzelnen Steuerungskonsole aus initiiert werden kann.

 

Unternehmen sollten daher in neu organisierte Bereiche  investieren, die als eine Einheit agieren. Mit einem SDDC bleibt die Spezialisierung auf Fachgebiete auch weiterhin bestehen, Fachkompetenzen in verschiedenen Bereichen werden noch gefragter sein und im Wesentlichen wird sich der Schwerpunkt auf die Bereitstellung und Verwaltung der Anwendungen verlagern, zusammen mit der dafür notwendigen Infrastruktur, die Teil der Automatisierungsebene dieser Anwendungen ist. Es werden Spezialisten benötigt, die verstehen, wie Anwendungen über die gesamte Infrastruktur hinweg bereitgestellt werden und wie viel verfügbare Ressourcen sie benötigen. Die Entwicklung von Anwendungskonzepten für bestimmte Rechenzentrumskonfigurationen, die Kapazitäten entsprechend der Nachfrage vergrößern oder verkleinern können und die reibungslos von einer Test- und Entwicklungsumgebung in den Betrieb überführt werden können, wird eine stark gefragte Fähigkeit sein.

 

Start des virtuellen Übergangs

Das SDDC unterstützt per Definition keine physischen Arbeitsvorgänge. Um dessen Vorteile zu nutzen muss die Applikation virtualisiert werden. Mit Open Stack, Containerisierung etc. können neue Anwendungen für ein SDDC und weitere "Drittplattform"-Umgebungen konzipiert werden. In vielen etablierten Organisationsstrukturen gibt es jedoch noch herkömmliche Infrastruktur, bei der der Übergang länger dauert, potenziell problematischer sein dürfte und Migrations- oder Ersatzentscheidungen erfordert. Aber diese Herausforderung ist alle Mühen wert. In einem SDDC können Anwendungen mit einem einzigen Klick bereitgestellt werden, so dass Unternehmen schneller agieren und neue Marktchancen sofort nutzen können.

 

Auf CIOs lastet ein zunehmender Druck, die Erträge innerhalb des Unternehmens zu steigern. Ein SDDC bietet hier eine Möglichkeit, eine flexible und skalierbare Umgebung zu schaffen, die sofort auf die Anforderungen des Unternehmens reagiert. Es bedarf eines Technologie- und Sinneswandels, der alles andere als einfach ist, sich jedoch auszahlen wird. Unternehmen, die sich jetzt auf diese Reise begeben, werden ihre Position in den kommenden Jahren festigen.

Guy Lidbetter

Guy Lidbetter verfügt über mehr als 25 Jahren Erfahrung in der IT-Indutrie. Er ist bei Atos Global Managed Services verantwortlich für die Technik- und Innovationsstrategie im Bereich IT-Infrastruktur. Hier befasst er sich neben den herkömmlichen IT-Outsourcing-Dienstleistungen zunehmend mit cloudbasierten IT-Outsourcing-Dienstleistungen.

 

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